Freitag, 04. August 2017

Beziehungen zwischen Russland und USA am Tiefpunkt

Für seine drastische Einschätzung zum Stand der Beziehungen zu Russland hat US-Präsident Donald Trump Zustimmung im Kreml gefunden. „Wir sind absolut der gleichen Auffassung“, sagte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau.

Der Kreml-Sprecher bezeichnete den gegenwärtigen Zustand als gefährlich.
Der Kreml-Sprecher bezeichnete den gegenwärtigen Zustand als gefährlich. - Foto: © APA/AFP

Trump hatte am Vortag getwittert, die Beziehungen befänden sich in einem „bisher unerreichten Tief“, das „sehr gefährlich“ sei.

Auch Peskow sagte, dass er den gegenwärtigen Zustand für gefährlich halte. Die Gefahr liege „in einem Mangel an gegenseitiger Zusammenarbeit bei den Themen, die für unsere beiden Länder und Völker von großer Bedeutung sind“, sagte der Kremlsprecher.

Schuld für Krise soll der Kongress in Washington sein

US-Präsident Trump hatte dem Kongress in Washington die Schuld für die Krise in den Beziehungen zu Russland zugewiesen. Er bezog sich vor allem auf ein vom Kongress beschlossenes Gesetz über neue Sanktionen gegen Russland.

Die neuen Sanktionen wurden wegen der mutmaßlichen russischen Cyberinterventionen im US-Wahlkampf und der Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 verhängt. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte die neuen Strafmaßnahmen am Mittwoch als „Handelskrieg“ gebrandmarkt und Trump „völlige Schwäche“ vorgeworfen.

Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte bereits am Wochenende in Reaktion auf das Gesetz angeordnet, dass die USA ihr Personal bei den diplomatischen Vertretungen in Russland um 755 Mitarbeiter kürzen müssen.

apa/afp

stol