Donnerstag, 15. März 2018

Briten bieten unabhängige Nervengift-Analyse an

Die britische Regierung will internationalen Experten eine Analyse des Nervengifts ermöglichen, mit dem der russische Ex-Agent Sergej Skripal angegriffen worden sein soll.

Die EU forderte Russland auf, das Nervengift und ein dazugehöriges Programm bei der OPCW offenzulegen.
Die EU forderte Russland auf, das Nervengift und ein dazugehöriges Programm bei der OPCW offenzulegen. - Foto: © APA/AFP

Dafür solle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Möglichkeit gegeben werden, die Ergebnisse der britischen Ermittler zu überprüfen, schrieb der britische Außenminister Boris Johnson in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.

Johnson beschuldigte erneut Russland, hinter dem Anschlag zu stecken, bei dem Skripal und dessen Tochter schwer verletzt wurden: „Nur bei Russland treffen heute eine Vorgeschichte staatlich unterstützter Morde mit einem öffentlich eingestandenen Motiv für den versuchten Mord an Sergej Skripal und Vorräten von Nowitschok-Kampfstoffen zusammen.“

Russland wird zu mehr Kooperation aufgerufen 

Die EU forderte Russland auf, das Nervengift und ein dazugehöriges Programm bei der OPCW offenzulegen. Man rufe Russland zur Kooperation mit der in Den Haag ansässigen OPCW auf, sagte der bulgarische Botschafter bei der Organisation, Krassimir Kostow. Bulgarien übt derzeit die EU-Ratspräsidentschaft aus. Der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow sagte, weder Russland noch die Sowjetunion hätten jemals ein Programm zur Entwicklung von Nervengiften mit dem Namen Nowitschok betrieben. Russland forderte Proben des Stoffes, der gegen Skripal eingesetzt worden sein soll.

apa/reuters

stol