Montag, 15. Januar 2018

Chile-Flug: Papst verteilte an Korrespondenten Nagasaki-Foto

Nach dem Aufbruch von Papst Franziskus zu seiner Reise nach Chile und Peru hat Vatikansprecher Greg Burke als Geschenk eine Karte verteilt, die zu Frieden mahne. Das berichteten mitreisende Journalisten laut Kathpress auf Twitter. Ein darauf abgebildetes Schwarz-Weiß-Foto zeigt einen Buben, der seinen toten Bruder nach dem Atombombenabwurf auf Nagasaki auf dem Rücken zum Krematorium trägt.

Den Vertrauensverlust in die Kirche in Chile bekommt der Papst zu spüren.
Den Vertrauensverlust in die Kirche in Chile bekommt der Papst zu spüren. - Foto: © LaPresse

Der Kommentar des Papstes auf der Rückseite: „... die Frucht des Krieges“. Franziskus hatte die Karte zum Jahreswechsel anfertigen lassen.

Im Vorfeld der Reise stellte das Markt- und Meinungsforschungsinstituts Latinobarometro in Santiago de Chile die neue Studie „Papst Franziskus und die Religion in Chile und Lateinamerika“ vor. Die Studie dokumentiert die Religionsentwicklung in 18 lateinamerikanischen Staaten im Zeitraum 1995 – 2017. Marta Lagos, Direktorin von Latinobarometro, sagte laut Kathpress auf der Pressekonferenz, die wichtigste Information sei der starke Rückgang des Katholizismus und die starke Zunahme jener, die erklärten, keine Religion zu haben.

Vertrauensverluste in die katholische Kirche 

Laut den jüngsten Erhebungen erreicht Papst Franziskus in Lateinamerika einen Zustimmungswert von 6,8 auf einer 10-stelligen Skala. 2013, als er gewählt wurde, lag er bei 7,2. 

Laut der Umfrage von Latinobarometro erklärten in den 18 lateinamerikanischen Staaten, in denen die Studie stattfand, 65 Prozent, Vertrauen in die katholische Kirche zu haben Marta Lagos nannte dabei die Missbrauchs- und Vertuschungsaffären als Grund für den massiven Vertrauensverlust in Chile.

apa

stol