Organisiert wird die Kundgebung von der Bewegung „Agire nella crisi“ (In der Krise handeln), deren Aktivisten sich auch an einem Protestmarsch im provisorischen Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze beteiligt hatten.„Wir rechnen am Sonntag mit Teilnehmern aus Nordtirol, Wien und Deutschland. Auch viele Trentiner sind dabei. Die Sorge über eine mögliche Grenzschließung ist groß, nicht nur auf italienischer Seite, sondern auch unter vielen Österreichern“, sagte der Organisator der Kundgebung am Brenner Antonio, Pio Lancellotti, im Gespräch mit der APA.Mit Slogans wie „Öffnet die Grenzen!“ wollen die Demonstranten gegen Österreichs Pläne zur Grenzschließung protestieren, die Lancellotti als „Feindseligkeitsakt gegenüber der Menschheit“ bezeichnet. „Wir werden bei unserem Marsch am Brenner keine Dokumente zeigen. Zwischen Italien und Österreich gibt es keine Grenze und es soll so bleiben“, sagte Lancellotti.Die EU-Politik stelle die Staatsbürgerschafts- und Grundrechte der Menschen infrage. Die Sperre, die Stacheldrahtzäune und die Militarisierung der Grenzen seien eindeutige Signale für die Einschränkung des Asylrechtes und der Weigerung zur Aufnahme neuer Flüchtlinge, warnt Lancellottis Bewegung.Die österreichische Regierung kündigte am Mittwoch die Einführung von Asylschnellverfahren an den Landesgrenzen ab 1. Mai an. Binnen weniger Stunden soll so entschieden werden, ob Flüchtlinge unmittelbar zurückgeschickt werden oder Anrecht auf ein Asylverfahren in Österreich haben. In diesem Zusammenhang sollen auch die Grenzkontrollen – unter anderem am Brenner – intensiviert werden.apa