Dienstag, 08. September 2015

Der Bozner Stadtrat besucht Flüchtlingslager

Bürgermeister Spagnolli hebt die Achtung der Menschenwürde in den Flüchtlingszentren hervor.

Flüchtlinge in der ex-Gorio-Kaserne
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Flüchtlinge in der ex-Gorio-Kaserne

Am Dienstag hat der Stadtrat von Bozen, auf Initiative von Bürgermeister Spagnolli, die beiden Flüchtlingszentren von Bozen besucht.

Die beiden Einrichtungen, die ehemalige Gorio-Kaserne in der Schlachthofstraße und das ehemalige Hotel Schwefelbad, werden von "Volontarius" und der "Caritas" geführt. In den Bozner Flüchtlingsheimen sind zur Zeit 789 Menschen untergebracht, 686 wurden von staatlichen Hilfsorganisationen zugewiesen.

"Beim Flüchtlingszentrum in der ex-Gorio-Kaserne in Bozen handelt es sich um eine Wohneinrichtungen, in denen sich Menschen für einige Tage oder wenige Wochen aufhalten. Viele ziehen in Nachbarländer, wie Österreich, Deutschland oder in skandinavische Länder weiter, andere suchen ausgestattetere Strukturen auf", sagt Bürgermeister Spagnolli beim Besuch der Einrichtung in der Schlachthofstraße. "Zur Zeit wohnen hier 150 Menschen", fügt Spagnolli hinzu.

Die Mitglieder des Stadtrates, in Begleitung der zuständigen Amts- und Abteilungsdirektoren, haben auch das Flüchtlingszentrum im ehemaligen "Hotel Schwefelbad" aufgesucht, welches vorwiegend von Asylsuchenden bewohnt wird. Von den 130 verfügbaren Plätzen sind zur Zeit 128 belegt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt etwa sechs Monate.

"Zivilgesellschaft zeichnet sich durch Nächstenliebe aus" 

Im Gespräch mit den verantwortlichen Führungskräften dieser Einrichtungen hat Bürgermeister Spagnolli die Achtung der Menschenwürde hervorgehoben und diese als absolute Priorität unterstrichen.

"Eine Zivilgesellschaft zeichnet sich vor allem durch ihre Nächstenliebe und ihre Bereitschaft aus, Menschen in Not und Krisenmomenten zu helfen" - sagt Bürgermeister Luigi Spagnolli.

Der Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrates bedankten sich bei den Hilfsorganisationen "Volontarius" und der "Caritas" für ihren Einsatz und ihre unermüdliche Bereitschaft diesen Menschen zu helfen.

Während ihrer Visite im Flüchtlingszentrum in der ex-Gorio-Kaserne konnten sich Stadtrat und Führungskräfte ein Bild über die angebotenen Leistungen dieser Einrichtungen machen. Neben Sprachkursen (Italienisch und Deutsch) für Asylbewerber werden Sensibilisierungsinitiativen zur Förderung am Sozialleben angeboten.

stol