Sonntag, 20. September 2015

Deutsche Eurofighter mit voller Kriegsbewaffnung im Baltikum

Erstmals seit Beginn der Ukraine-Krise überwachen deutsche „Eurofighter“-Kampfjets den Luftraum über dem Baltikum mit voller Kriegsbewaffnung.

Die deutschen Eurofighter (im Bild ein Modell der österreichischen Luftwaffe) fliegen in der Ukrainekrise erstmals Einsätze mit voller Bewaffnung.
Die deutschen Eurofighter (im Bild ein Modell der österreichischen Luftwaffe) fliegen in der Ukrainekrise erstmals Einsätze mit voller Bewaffnung. - Foto: © APA/EPA

„Das ist kein Mittel zum Eskalieren. Das ist nur ein Mittel, um sich auf Augenhöhe begegnen zu können“, sagte Luftwaffeninspekteur Karl Müllner der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Und es ist ein Mittel der Motivation für die Soldaten, die das zu tun haben.“

Die baltischen Staaten fühlen sich seit der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland massiv vom mächtigen Nachbarland bedroht. Die NATO hatte deswegen ihre Luftraumüberwachung dort im vergangenen Jahr verstärkt.

Bereits zweiter deutscher NATO-Einsatz in Ukraine

Die deutsche Luftwaffe war nach Beginn der Ukraine-Krise von September bis Dezember 2014 und ist jetzt wieder seit Ende August an der NATO-Mission beteiligt. Im vergangenen Jahr hatten die „Eurofighter“ nicht die volle Kriegsausrüstung dabei.

„Das lag eher am politischen Umfeld, wo man gesagt hat, der Schwerpunkt liegt auf Deeskalation“, erklärte Müllner. Heute werde das „unkritischer“ gesehen.

Zur Kriegsausrüstung eines „Eurofighters“ zählen eine scharfe Kanone, Infrarot-Kurzstreckenraketen, radargesteuerte Mittelstreckenraketen und ein elektronisches Abwehrsystem mit radargesteuerten oder Infrarot-Täuschkörpern, die bei einer Bedrohung ausgestoßen werden.

apa/dpa

stol