Sonntag, 14. Mai 2017

Deutschland und Italien schlagen EU-Grenzschutzmission in Libyen vor

Deutschland und Italien haben einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung einer EU-Mission an die Grenze zwischen Libyen und Niger vorgeschlagen.

Foto: © LaPresse

Zu der Mission sollten alle EU-Länder einen Beitrag leisten, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von Deutschlands Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) und seinem italienischen Kollegen Marco Minniti, aus dem die „Welt am Sonntag“ zitiert.

Niger und Libyen gelten als zwei der wichtigsten Transitländer für Flüchtlinge, die von Afrika aus nach Europa wollen. „Die ersten Monate dieses Jahres haben gezeigt, dass unsere bisherigen Maßnahmen unzureichend sind. Die zentrale Mittelmeerroute wird auch im Jahr 2017 weiterhin am stärksten genutzt“, schrieben de Maiziere und Minniti demnach am vergangenen Donnerstag an die EU-Kommission in Brüssel.

Bis Mitte April seien in Italien 42.500 über das Mittelmeer gekommene Migranten registriert worden.

„Wir müssen verhindern, dass hunderttausende Menschen, die sich in den Händen von Schmugglern befinden, erneut ihr Leben in Libyen und im Mittelmeer riskieren“, heißt es laut „Welt am Sonntag“ in dem Brief. Die Europäische Union müsse sich stärker engagieren und dürfe die Lösung des Problems nicht einzelnen Ländern wie Italien überlassen.

Niger und Libyen gelten als zwei der wichtigsten Transitländer für Flüchtlinge, die von Afrika nach Europa wollen.

apa/afp/dpa 

stol