Freitag, 13. November 2020

Die Welt hat noch Hoffnung

Die meisten Menschen wären bereits mit dem überfordert, was Margarethe Neulichedl Näckler von Haus aus schafft: den Job als Krankenpflegerin im Bozner Spital, eine große Familie, Haus und Garten, Hund und Katze. Aus tiefer Nächstenliebe schöpft die 51-Jährige jedoch die Kraft für noch viel mehr.

Mit den Straßenkindern von Kalkutta: Seit 2003 fährt Margarethe Neulichedl regelmäßig nach Indien, um zu helfen, wo die Not am größten ist.
Badge Local
Mit den Straßenkindern von Kalkutta: Seit 2003 fährt Margarethe Neulichedl regelmäßig nach Indien, um zu helfen, wo die Not am größten ist. - Foto: © privat
„Dankbarkeit“ ist das Wort, das Margarethe Neulichedl, für alle Maggy, immer wieder ausspricht. Denn es gibt so Vieles, für das die vierfache Mutter „Danke“ sagt. Für ihre gesunden Kinder, ihre glückliche Ehe, für Frieden und Freiheit – „selbst im Lockdown“ –, für ein Leben in Fülle. Dabei hat die Krankenpflegerin aus Welschnofen auch die Abgründe dieser Welt erlebt. Kinder, die auf Müllhalden spielen, Erwachsene, die auf Gehsteigen sterben, Mutilationen, Infektionen, Vergewaltigungen und Mitgift-Morde.

Noch immer treibt es Maggy Neulichedl Tränen in die Augen, wenn sie das Elend und die Armut der Kastenlosen in Indien schildert, deren Schicksale sie seit Jahren nicht mehr loslassen. „Wer den unsagbaren Schmerz und die Resignation einmal erlebt hat, kann gar nicht anders. Er muss immer wiederkommen“, so die 51-Jährige. Seit 2003 fährt sie als Mitglied des Vereines Südtiroler Ärzte für die Welt regelmäßig nach Kalkutta, um sich im Sterbehaus von Mutter Teresa der Ärmsten der Armen anzunehmen.

Außerdem im aktuellen Heft: ein Interview mit der Innsbrucker Virologin Prof. Dr. Dorothee von Laer, die coolsten Haarschnitte für Herbst und Winter und zehn einfache Morgenübungen für zu Hause.

stol