Donnerstag, 21. Juni 2018

Digitales Marketing: WM lässt Werbemarkt wachsen

Der globale Werbemarkt boomt - vor allem im digitalen Bereich. Die Medienagentur Magna hat vor kurzem ein Wachstum des weltweiten Netto-Werbeumsatzes von 6,4 Prozent prognostiziert, was dem höchsten Wachstum in den vergangenen 8 Jahren entspricht. In Deutschland soll der Werbemarkt um knapp 2,5 Prozent wachsen. Unfassbar: Der Grund für diese globale Entwicklung ist nicht zuletzt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

Bild: Tobias Rossi - Südtirol Online Marketing
Bild: Tobias Rossi - Südtirol Online Marketing

Laut ihrem Bericht erwartet die Agentur Nettowerbeeinnahmen in Höhe von mehr als 475 Milliarden Euro für das laufende Jahr. Neben der Fußball-WM soll dabei ein Teil des Wachstums auf weitere Sonderveranstaltungen wie etwa die Olympischen Winterspiele in Südkorea zurückzuführen sein, sowie einige Prozent, die aus den Zwischenwahlen in den USA resultieren. Die höchsten Wachstumsraten erzielen dabei vor allem Schwellenländer wie Brasilien mit 12,6 Prozent und Indien mit 12,5 Prozent. Knapp dahinter befinden sich dann Russland mit 12,0 Prozent an Werbewachstum und China mit 10,3 Prozent. 

Digitale Medien führen

Im deutschsprachigen Raum sollen die Werbeeinnahmen in diesem Jahr um 2,5 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro steigen. Verantwortlich dafür sind vor allem die digitalen Medien, denn während die Investitionen für klassische Werbung um 2 Prozent fallen, können die Digitalen ein Plus von rund 10 Prozent erzielen. Dabei punkten hauptsächlich die „neuen“ Werbeplattformen wie die sozialen Medien (+30 Prozent) und Video (+20 Prozent) - trotz starker Kritik an der fehlenden Privatsphäre. Suchmaschinen ziehen weiterhin konstant im 2-stelligen Bereich an und steigern ihre Werbeeinnahmen um 11 Prozent, und das vor allem im mobilbasierenden Anzeigenformat. Der traditionelle Medienumsatz stagniert oder fällt laut der Magna-Prognose tendenziell zurück.

Auch die TV-Werbeeinnahmen stagnieren global gesehen bei rund 4,7 Milliarden Euro. Laut Magna wird ein WM-Effekt weitgehend fehlen, da die Spiele auf vielen öffentlich-rechtlichen Sendern laufen, die in Bezug auf die Werbezeiten stark reguliert sind. Die Werbeeinnahmen von Zeitungen und Zeitschriften sollen laut dem Bericht um 5 bis 6 Prozent zurückgehen - jedoch passiert dieser Verlust vor allem in Frankreich, Großbritannien und den USA. Der durchschnittliche deutschsprachige Werbetreibende ist den Tageszeitungen gegenüber weiterhin loyal - so Magna. Die Investitionen in Radiowerbung sind mit -1,5 Prozent leicht rückläufig.

Tendenz steigend

Hauptwachstumstreiber des globalen Werbemarktes bleiben weiterhin die digitalen Medien. Ihr Umsatz wird dieses Jahr weltweit um 15 Prozent auf 250 Milliarden Dollar steigen. Damit liegt der Anteil der digitalen Medien am gesamten Werbemarkt bei 46 Prozent. Laut der Medienagentur soll bis 2020 die 50-Prozent-Marke erreicht werden.

Weitere Informationen bei Südtirol Online Marketing - [email protected]

stol