Freitag, 29. September 2017

EU-Chefs beraten erstmals über Macron-Pläne

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beraten erstmals über die ehrgeizigen Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Reform der EU.

Emmanuel Macron und Angela Merkel beraten über Europa - Foto: APA
Emmanuel Macron und Angela Merkel beraten über Europa - Foto: APA

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bei der Zusammenkunft im estnischen Tallinn wird die deutsche Kanzlerin Angela Merkel stehen, die seit ihrem Einbruch bei der Bundestagswahl am Sonntag als angezählt gilt.

Mit Spannung wird erwartet, wie sich Merkel im Kreise ihrer Amtskollegen zu den am Dienstag präsentierten Plänen Macrons für eine Wirtschafts-, Sozial- und Sicherheitsunion positioniert.

Das informelle Abendessen der Staats- und Regierungschefs fand am Vorabend des eigentlichen Gipfels in einem Kunstmuseum in Tallinn statt. Bei Kaninchenleber und Räucherlachs tauschten sich die 27 Staats- und Regierungschefs - diesmal fehlte nicht die britische Premierministerin Theresa May, sondern ihr spanischer Kollege Mariano Rajoy - bis weit nach Mitternacht aus.

EU-Ratspräsident Donald Tusk will in den kommenden zwei Wochen einen Plan für das weitere Vorgehen erarbeiten, hieß es nach dem Abendessen aus EU-Kreisen. Man habe konstruktiv über Prioritäten und die politische Richtung der EU gesprochen. Klar sei der Wille, die Einheit der EU zu bewahren. Zudem wolle man weiter „konkrete Ergebnisse für die Bürger liefern”, sich aber auch neuen Ideen zuwenden.

Eigentliches Thema des Treffens ist die Digitalisierung. Das EU-Ratsvorsitzland Estland will die EU-Staaten auf eine gemeinsame Vision für ein „digitales Europa” bis zum Jahr 2025 einschwören.

apa

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stol