Mittwoch, 12. Oktober 2016

EU und Tunesien verhandeln über Visa und Migration

Die EU will mehr Migranten nach Tunesien zurückschicken und stellt dem Land dafür Reiseerleichterungen für seine Bürger in Aussicht.

Die EU will mehr Migranten nach Tunesien zurückschicken.
Die EU will mehr Migranten nach Tunesien zurückschicken. - Foto: © shutterstock

Entsprechende Verhandlungen beider Seiten begannen am Mittwoch, wie die Brüsseler EU-Kommission mitteilte. Ziel der Gespräche ist einerseits ein sogenanntes Rückübernahmeabkommen und andererseits ein Abkommen über die leichtere Erteilung von Visa für kurze Aufenthalte in der EU.

Im vergangenen Jahr haben die Staaten des reisefreien Schengen-Raums, dem auch die meisten EU-Länder angehören, über ihre Konsulate in Tunesien 155.000 Visa ausgestellt.

Generell tun sich die EU-Staaten schwer mit der Rückführung zum Beispiel von abgelehnten Asylbewerbern. Nur etwa 40 Prozent der Menschen, die zur Ausreise aufgefordert werden, kehren auch wirklich in ihr Heimatland oder eines ihrer Transitländer zurück.

Die Zusammenarbeit mit diesen Ländern gilt aus EU-Sicht als schwierig. Probleme gibt es zum Beispiel häufig bei der Klärung der Nationalität.

apa/dpa

stol