Freitag, 02. Dezember 2016

Europol warnt vor neuen IS-Anschlägen in Europa

Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor neuen Anschlägen der Terrororganisation Islamischer Staat in Europa in naher Zukunft.

Wegen der Gebietsverluste der Extremisten in Syrien und im Irak steige die Gefahr neuer Anschläge in Westeuropa, heißt es in einem Bericht des Europäischen Anti-Terrorismus Zentrums von Europol, der am Freitag in Den Haag veröffentlicht wurde.

Nach Einschätzungen von Geheimdiensten könnten bereits mehrere Dutzend potenzielle IS-Terroristen in Europa sein.

Frankreich am meisten gefährdet

„Weitere Anschläge in der EU, sowohl von Einzeltätern als auch Gruppen, werden wahrscheinlich in der nahen Zukunft stattfinden“, heißt es in dem Bericht.

Frankreich ist den Experten zufolge am meisten gefährdet. Aber auch Belgien, Deutschland, die Niederlande und Großbritannien seien mögliche Ziele.

Hohe Gefahr von Autobomben

Anschläge könnten sowohl von vernetzten Gruppen als auch Einzeltätern verübt werden. Das mögliche Waffenarsenal ist: Sprengstoff, automatische Waffen, Messer, Äxte, Macheten oder Autos.

Die Terrorismus-Experten schätzen auch die Gefahr von Autobomben als hoch ein. „Der sogenannte Islamische Staat hat sich als sehr effektiv erwiesen, Personen zu Terroranschlägen zu inspirieren und sie selbst auszuführen.“

dpa

stol