Sonntag, 27. März 2022

Evelyn Kirchmaier: „Sei selbstbewusst! Sei dankbar!“

Die STOL-Redaktion hat bei Evelyn Kirchmaier , Generaldirektorin des Bozner Unternehmens Markas, nachgehakt.

Die STOL-Redaktion hat bei Evelyn Kirchmaier nachgehakt. - Foto: © stol

Evelyn Kirchmaier ist keine Unbekannte in der Südtiroler Wirtschaftsbranche. Bevor sie aber ihre Karriere in der Wirtschaft startete, stand sie sozusagen auf der anderen Seite: Sie war Journalistin bei der „Südtiroler Wirtschaftszeitung (SWZ)“.

Danach wechselte sie in den Unternehmensbereich und ist seit 10 Jahren Generaldirektorin des Bozner Unternehmens Markas, eines der größten Unternehmen Südtirols.

Seit 2012 ist Evelyn Kirchmaier Generaldirektorin bei Markas. - Foto: © markas


Welcher Versuchung können Sie nicht widerstehen?
Abends, meine bereits tief schlafenden Kinder doch noch einmal fest zu umarmen.

Dafür fühle ich mich zu jung/alt….
Ich bin definitiv noch zu jung, um auf eingenommenen Positionen unbedingt verharren zu wollen.

Wofür geben Sie zu viel Geld aus?
Ich würde mich generell als eher sparsam bezeichnen.

Was steht schon zu lange auf Ihrer To-Do-Liste?
Klavier spielen lernen und Ladinisch.

Warum haben Sie sich zuletzt verspätet?

Ich bin irgendwie ständig in Verspätung. Aber es sind selten mehr als 5 Minuten und ich versuche die Wartenden immer rechtzeitig davon in Kenntnis zu setzen.

Welches Talent würden Sie gerne besitzen?
Das Talent, Gäste hervorragend zu bekochen. Und jenes Klavier spielen zu können.

Worüber haben Sie zuletzt herzhaft gelacht?
In guter Gesellschaft lache ich generell gerne und leider oft auch laut. Das letzte Mal ist wohl nur wenige Tage her.

Womit bringt man Sie auf die Palme?

Mit Unwahrheiten, Schuldzuweisungen und fehlendem Antrieb.

Der wichtigste Rat, den ich je bekommen habe ist… 
Sei selbstbewusst! Sei dankbar! Begegne Menschen immer auf Augenhöhe! Erzieherische Ratschläge meiner Eltern.

Wann hatten Sie zum ersten Mal das Gefühl mächtig zu sein?

Eigentlich noch nie. Macht ist kein Gefühlszustand, den ich anstrebe.

Wann haben Sie sich ohnmächtig gefühlt?
Im März 2020, als das damals noch unbekannte Coronavirus in vielen norditalienischen Krankenhäusern in vernichtender Weise zugeschlagen hat: Wie unsere dort tätigen Mitarbeiter schützen und gleichzeitig unsere in dieser Extremsituation wichtigen Dienste aufrechterhalten?

Mit wem würden Sie gerne einen Kaffee trinken?
Mit meinem verstorbenen Schwiegervater. Er war und wäre ein weiser und motivierender Ratgeber.

Wenn Sie eine Sache auf der Welt verändern dürften: Was wäre das?
Diskriminierungen jeder Art abschaffen.

Auf was könnten Sie in ihrem Leben nicht verzichten? 
Auf meine Würde.

Der aufregendste Moment in Ihrem Leben war?
Mir kommen so viele schöne Momente in den Sinn! Aber ich versuche in der Regel, die Fassung zu bewahren.

Ihr größter Wunsch?
Gesundheit für mich und meine Familie.

Ihre schönste Erinnerung?
Die schönsten Erinnerungen sind in irgendeiner Form mit Bergen und Pässen bei schönem Wetter und einer akzeptablen sportlichen Leistung verknüpft.

Was möchten Sie gerne vergessen?
Vertrauensbrüche. Aber vergessen ist schwieriger als verzeihen.

Wobei haben Sie geschwindelt?
Hm, ich versuche eigentlich immer so ehrlich wie möglich zu sein.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne dabei gewesen?
Bei der großen Kundgebung auf Schloss Sigmundskron vor mittlerweile fast 65 Jahren. Die Stimmung, das Umschwenken der Stimmung und die entsprechende Leistung der damaligen politischen Führung haben mich schon als Kind beeindruckt.

stol

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