Dienstag, 30. Mai 2017

Flüchtlinge berichten von gesunkenem Schiff mit 25 Todesopfern

Im Mittelmeerraum soll sich ein neues Flüchtlingsdrama abgespielt haben. Ein Schlauchboot mit 160 Migranten an Bord soll vor zwei Tagen umgekippt sein, 25 Menschen ertranken, berichteten Überlebende, die am Montag im sizilianischen Pozzallo landeten, nach Angaben italienischer Medien. Zwei Leichen wurden geborgen.

Foto: © APA/AFP

Die italienische Polizei nahm am Dienstag zwei mutmaßliche Schlepper fest. Dabei handelt es sich um einen 23-jährigen Senegalesen und einen 33-jährigen Gambier. Sie sollen das gesunkene Schlauchboot gesteuert haben, das aus Libyen abgefahren war.

Am vergangenen Mittwoch war im Mittelmeer ein Flüchtlingsboot mit etwa 500 Migranten an Bord gekentert. 35 Leichen wurden geborgen.

Über 56.000 Flüchtlinge erreichten seit Beginn des Jahres Italien, das sind 34 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016. 2017 seien bisher 1.316 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen, wie aus offiziellen Angaben hervorgeht.

apa

stol