Freitag, 17. November 2017

Flüchtlingsprotest in Venedig gegen schlechte Lebensbedingungen

Mit einem „Marsch auf Venedig“ hat eine Gruppe von rund 200 Asylwerbern gegen die schlechten Lebensbedingungen in einer Flüchtlingseinrichtung in Cona bei Venedig protestiert. Bereits am Donnerstag machten sich die Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten und in Decken gehüllt von ihrer Unterkunft aus zu Fuß in die rund 50 Kilometer entfernte Lagunenstadt Venedig auf, wo sie am Freitag ihren Protest fortsetzten.

ereits am Donnerstag machten sich die Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten und in Decken gehüllt von ihrer Unterkunft aus zu Fuß in die rund 50 Kilometer entfernte Lagunenstadt Venedig auf, wo sie am Freitag ihren Protest fortsetzten.
ereits am Donnerstag machten sich die Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten und in Decken gehüllt von ihrer Unterkunft aus zu Fuß in die rund 50 Kilometer entfernte Lagunenstadt Venedig auf, wo sie am Freitag ihren Protest fortsetzten. - Foto: © LaPresse

Sie seien nicht bereit, weiter in der feuchten und kalten Flüchtlingseinrichtung zu hausen, erklärten die Migranten. Die Nacht verbrachte die meisten von ihnen in Pfarren, die vom Patriarchen von Venedig, Bischof Francesco Moraglia, zur Verfügung gestellt werden, berichteten italienische Medien.

Für weitere Spannungen sorgte ein Unfall, der sich während des „Marsches auf Venedig“ am Donnerstag ereignet hatte. Ein junger Ivorer auf einem Rad, der sich der Protestaktion angeschlossen hatte, wurde von einem Auto überfahren und getötet.

Im Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in Cona war es bereits im Jänner zu Unruhen und Ausschreitungen gekommen. Nach dem Tod einer jungen Frau aus Cote d ´Ivoire randalierten Asylwerber und setzten Holzpaletten in Brand. 25 Mitarbeiter der Einrichtung verbarrikadierten sich daraufhin im Büro und konnten erst nach Stunden befreit werden.

In dem Erstaufnahmezentrum in einer aufgelassenen Militärbasis in der 3.000 Einwohner-Gemeinde Cona sind rund 1.000 Asylwerber untergebracht.

apa

stol