Samstag, 16. Mai 2015

Französischer Premier Valls gegen Quoten für Flüchtlinge

Der französische Premierminister Manuel Valls hat sich gegen Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen in der EU ausgesprochen „Ich bin gegen Quoten, das entsprach noch nie der Position Frankreichs“, sagte Valls am Samstag in Menton an der französisch-italienischen Grenze.

Der französische Premierminister Manuel Valls sprach sich am Samstag gegen die von der EU verordnete Quotenregelung für Flüchtlinge aus
Der französische Premierminister Manuel Valls sprach sich am Samstag gegen die von der EU verordnete Quotenregelung für Flüchtlinge aus - Foto: © LaPresse

Am vergangenen Mittwoch hatte die EU-Kommission einen Migrationsplan vorgelegt, der unter anderem auch eine Quote vorsieht.

Allerdings brauche Europa eine Asylpolitik, und „Frankreich hat seine Asylpolitik reformiert, um sie effizienter zu gestalten“, sagte der Regierungschef, der dort Grenzposten besuchte. An der Grenze zu Italien hat die Polizei in den letzten Tagen Hunderte illegaler Flüchtlinge festgenommen. Die meisten wurden nach Presseberichten sofort nach Italien zurückgeschickt. Sie waren aus Libyen oder Tunesien mit Booten in Italien gelandet, und stammten zumeist aus dem Sudan, aus Somalia, Äthiopien und Eritrea.

Frankreich soll 14,17 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen

Migranten, die etwa auf dem Seeweg in Griechenland oder Italien landen, sollen nach dem jüngsten Vorstoß der EU-Kommission auf alle europäischen Staaten aufgeteilt werden. Demnach soll Frankreich 14,17 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, nach Deutschland mit dem höchsten Anteil von 18,42 Prozent. Österreichs Quote beläuft sich auf 2,62 Prozent.

apa/dpa

stol