Donnerstag, 28. Juli 2016

Gegen Hepatitis impfen - der Leber zuliebe

In Südtirol leiden Schätzungen zufolge 2100 Menschen an Hepatitis B oder Hepatitis C, weltweit sind es über 500 Millionen. Am 28. Juli, dem Welt-Hepatitis-Tag, beleuchtet STOL diese mittlerweile vermeidbare Krankheit genauer.

Eine Hepatitis-Prävention durch Impfung ist heutzutage möglich.
Eine Hepatitis-Prävention durch Impfung ist heutzutage möglich. - Foto: © shutterstock

Hepatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die deren Funktion beeinträchtigt und bei Nichtbehandlung zu Leberzirrhose und anderen Komplikationen einschließlich Leberkrebs und Leberversagen führen kann. Prävention, eine rechtzeitige Diagnose und, eine entsprechende Therapie können fatale Spätfolgen vermeiden: Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung, Hepatitis C ist hingegen mit neuen Medikamenten heilbar. Auch in Südtirol werden bereits über 100 Patienten mit diesen neuartigen Therapien behandelt, und das mit gutem Erfolg.

Therapie: Teuer, aber erfolgreich

Die Kosten sind mit 7 Millionen Euro im Jahr zwar hoch, jedoch kann den Patienten dank der innovativen Behandlung ein großer Teil ihrer Lebensqualität zurückgegeben werden. "Vordergründig steht das Wohl der Patienten, in vielen anderen Ländern sind Impfungen und Therapien aus Kostengründen überhaupt nicht oder nur eingeschränkt verfügbar", gibt Gesundheitslandesrätin Martha Stocker am Welt-Hepatitis-Tag zu bedenken.

Kommt Hand in Hand mit anderen chronischen Leiden

Statistisch gesehen sind in Südtirol mehr Männer (58 Prozent) als Frauen (42 Prozent) von Hepatitis betroffen, ihr Durchschnittsalter liegt bei 54 Jahren. Etwa die Hälfte aller Patienten leidet an weiteren chronischen Erkrankungen wie etwa Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes. Weltweit ist jeder zwölfte Mensch von Hepatitis betroffen, jedes Jahr sterben 1,5 Millionen Menschen an dieser Krankheit. "Die Medizin hat in den vergangenen Jahren zwar große Fortschritte gemacht, dennoch sollten erste Warnsignale immer ernst genommen werden", appelliert Landesrätin Stocker.

stol/lpa

stol