Samstag, 19. Dezember 2015

Hausmittel sind in diesem Fall nicht geeignet

Die Aktion von „Dolomiten“, STOL und Weißem Kreuz, um die Rettungskette im Land zu verbessern, geht an diesem Wochenende im Tagblatt der Südtiroler und im Internet mit dem Thema „Verbrennungen“ in die achte und letzte Runde.

Eine Verbrennung ist eine Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Diese kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), elektrischen Strom oder Reibung entstehen.

Bei der Verbrennung oder Verbrühung werden primär Haut und Schleimhaut geschädigt. Die Schwere der Verbrennung ist abhängig von der Temperatur, der Einwirkzeit und der geschädigten Oberfläche. Vorsicht bei Verbrennungen im Gesicht: Der Verletzte kann Rauch eingeatmet haben. Es besteht die Gefahr der Atemnot, da die Schleimhäute anschwellen und die Atmung behindern können. 

Einige Tipps für den Ernstfall: 

  • Eventuellen Kleiderbrand sofort mit Wasser löschen oder die Flammen mit einer dicken Decke ersticken
  • Bei einer Verbrühung die Kleider sofort entfernen
  • Leichte, kleinflächige Verbrennungen und Verbrühungen immer kühlen, bevor man sie weiter versorgt. Betroffene Körperstelle unter fließendes, kühles Wasser (ca. 20 Grad) halten, bis der Schmerz nachlässt, maximal 20 Minuten lang
  • Keine Hausmittel wie Salben, Puder, Öle, Desinfektionsmittel usw. anwenden
  • Brandblasen nicht öffnen
  • Verbrennungs- bzw. Verbrühungswunden keimfrei abdecken
  • Den Notruf 118/115 absetzen – genau angeben, was passiert ist
  • Eventuelle Schockmaßnahmen durchführen
  • Für Wärmerhalt sorgen
  • Ständige Kontrolle der Vitalfunktionen

stol