Dienstag, 20. September 2016

Neue Therapie für spezielle Lungenkrebsform zugelassen

Für die Behandlung des fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkrebses (NSCLC) ist eine neue Therapie zugelassen worden.

Der größte Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs ist das Rauchen. Mit einem Rauchstopp lässt sich das Risiko deutlich senken.
Der größte Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs ist das Rauchen. Mit einem Rauchstopp lässt sich das Risiko deutlich senken. - Foto: © shutterstock

Das Medikament kann bei erwachsenen Patienten, deren Tumor eine bestimmte Genmutation – eine Veränderung des sogenannten ROS1-Gens – aufweist, eingesetzt werden. Für diese Patienten ist das ein Meilenstein, hieß es in einer Aussendung von Pfizer Österreich am Dienstag.

Gab es bisher nur begrenzte Behandlungsoptionen, steht nun die erste personalisierte Therapie zur Verfügung. Um diese zielgerichtete Krebstherapie einsetzen zu können, ist es laut Pfizer Österreich notwendig, den Tumor auf die vorhandene Genmutation zu untersuchen. Ein sogenannter molekularbiologischer Test sollte daher laut dem Pharmaunternehmen fixer Bestandteil jeder Lungenkrebsdiagnose sein.

Lungenkrebs als nicht einheitliche Erkrankung

Lungenkrebs ist laut dem World Cancer Report 2014 die häufigste Krebstodesursache weltweit. Lange Zeit wurde Lungenkrebs als einheitliche Erkrankung gesehen und entsprechend behandelt. Heute unterscheidet die Medizin jedoch verschiedene Arten und baut bei der Behandlung auf dieser Kenntnis auf.

„Wir wissen heute, dass wir es beim Lungenkrebs nicht mit einer einheitlichen Erkrankung, sondern mit einer Gruppe von Tumoren zu tun haben. Diese sind durch unterschiedliche klinische Eigenschaften beziehungsweise genetische Mutationen gekennzeichnet und benötigen daher auch unterschiedliche Therapien“, erläuterte Tobias Eichhorn, Bereichsleiter Onkologie bei Pfizer Österreich.

apa

stol