Dienstag, 31. Januar 2017

Südtiroler im Test: Zweisprachigkeit schützt vor Alzheimer

Personen, die ihr Leben lang zwei Sprachen sprechen, sind vor der Demenzerkrankung Alzheimer besser geschützt. Das legt eine Studie aus Mailand nahe.

Forscher haben jetzt herausgefunden: Zweisprachigkeit ist ein Faktor, der vor Demenz schützt.
Forscher haben jetzt herausgefunden: Zweisprachigkeit ist ein Faktor, der vor Demenz schützt. - Foto: © shutterstock

Ein zweisprachiges Leben ändert die Funktionsweise des Gehirns derart, dass Schäden, die durch Alzheimer entstehen, besser ausgeglichen werden können. Das wollen Forscher der Universitätsklinik San Raffaele in Mailand herausgefunden haben.

Für die Studie nahmen die Forscher insgesamt 85 Personen unter die Lupe, die an der Demenzerkrankung litten. Die Hälfte der Gruppe bestand aus einsprachigen Italienern, die restlichen Probanden waren zweisprachig und stammten aus Südtirol.

Bei den zweisprachigen Probanden trat Alzheimer nicht nur später im Leben auf – nämlich im Schnitt 5 Jahre später als bei der einsprachigen Gruppe –, sondern zeigte sich zudem schwächer in seiner Ausformung: Die zweisprachigen Probanden schnitten in Gedächtnistests besser ab.

Die Zweisprachigkeit, schlossen die Forscher, sei somit eine sogenannte kognitive Reserve – so bezeichnen Neurologen einen Faktor, der vor Demenz schützt. Die Mailänder Studie ist im prestigeträchtigen Magazin "Proceedings of the National Academy of Science (PNAS)" erschienen.

stol

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