Freitag, 19. Januar 2018

Griechenland: Sparprogramm durch Privatisierungen

Das schuldengeplagte Griechenland kommt bei seinen Privatisierungen voran. Nach der Verpachtung der zwei größten Häfen Piräus und Thessaloniki sollen nun weitere wichtige Hafenanlagen privatisiert werden.

Griechenland lässt Häfen privatisieren.
Griechenland lässt Häfen privatisieren. - Foto: © shutterstock

Nach der Verpachtung der zwei größten Häfen Piräus und Thessaloniki sollen nun weitere wichtige Hafenanlagen privatisiert werden. Unter anderem soll der Hafen von Alexandroupoli im äußersten Nordosten des Landes verpachtet werden. Er könnte eine Drehscheibe für den Transport von Erdgas werden. Amerikanische Unternehmen planen dort ein Gasdepot zu bauen. Der Hafen hat eine Bahnanbindung, die Griechenland mit Ost- und Mitteleuropa verbindet.

Verpachtet sollen auch der touristisch wichtige Hafen der Jet-Set-Insel Mykonos und die von Korfu und Heraklion auf Kreta werden. Auf der Liste des Privatisierungsfonds und der Schuldenagentur stehen auch die Häfen Lavrion und Elefsina im Großraum Athen sowie die Häfen Patras und Igoumenitsa, die als Tore nach Italien gelten.

Der völlig überschuldete Euro-Staat bekommt seit Jahren Hilfsgelder, die an Sparprogramme, Privatisierungen und Strukturreformen geknüpft sind. Athen hat sich verpflichtet, Privatisierungen zu beschleunigen. 14 Flughäfen sind schon verpachtet worden.

dpa

stol