Freitag, 08. Mai 2015

HGV-Sexten: Judith Rainer folgt auf Peter Karadar

Kürzlich fand die Jahresversammlung der Ortsgruppe Sexten des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) im Hotel „Rainer“ in Sexten statt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Neuwahl der Ortsobfrau.

Peter Karader und Judith Rainer, neue HGV-Obfrau der Ortsgruppe Sexten.
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Peter Karader und Judith Rainer, neue HGV-Obfrau der Ortsgruppe Sexten.

Schon im Vorfeld hatte Ortsobmann Peter Karadar seine Entscheidung mitgeteilt, bei der Vollversammlung den Rücktritt bekannt zu geben. Der Entschluss falle ihm nicht leicht, aber er möchte ein klares Zeichen des Protestes gegen die Schließung von wichtigen Versorgungsdiensten im Krankenhaus von Innichen setzen, erklärte er. Zur neuen Ortsobfrau wurde Judith Rainer vom Residence „Königswarte“ gewählt, der Ortsausschuss bleibt unverändert.

Peter Karadar berichtete von der regen Sitzungstätigkeit des Ausschusses im vergangenen Jahr und kam auf zahlreiche zukünftige Herausforderungen für die touristische Entwicklung von Sexten zu sprechen, wie die Errichtung des Glasfaseranschlusses für alle Betriebe und die Verkehrsberuhigung der Ortskerne von Sexten und Moos. Einige Betriebe hätten noch die Möglichkeit der qualitativen und quantitativen Erweiterung. Karadar kritisierte die urbanistische Zweckbindung, die schlechte Voraussetzungen vor allem bei Betriebsübergaben an die nächste Generation schaffe und dazu die Betriebe stark entwerte. Als äußerst bedenklich stufte er die Geschäftsschließungen sowie die Schließung einiger Beherbergungsbetriebe in Moos ein.

Damit Sexten in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft blicken könne, müssen bei den kommenden Gemeinderatswahlen die Weichen gestellt werden. Es ist daher wichtig, dass auch Hoteliers und Gastwirte im Gemeinderat vertreten sind, gab sich Karadar überzeugt und freute sich, dass die HGV-Ortsgruppe Sexten fünf Kandidaten ins Rennen schicken wird. „Die Zusammenarbeit zwischen Tourismusverein und Gemeinde muss optimal funktionieren; vor allem in der wichtigen Frage der Finanzierung muss sich der Tourismus zu 100 Prozent auf die Gemeinde verlassen können“, forderte Karadar.

Der Marketingverantwortliche der Sextner Dolomiten AG, Alfred Prenn, informierte über die vergangene Wintersaison in Bezug auf die Liftanlagen. Insgesamt konnten die Liftanlagen einen Zuwachs verzeichnen, auch der Umsatz bei der Gastronomie konnte erhöht werden. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass das Skigebiet Sextner Dolomiten nun auch wieder bei „Skigebiet Tests“ berücksichtigt wurde und daher an Sichtbarkeit wesentlich zugelegt habe. In Zukunft will man vermehrt auch den „Giro delle Cime“, der sich in die benachbarte Region Comelico erstreckt, bewerben.

HGV-Gebietsobfrau Evelyn Rainer sprach über die Schwierigkeiten bei der zukünftigen Finanzierung der Mobilität und berichtete von den erfolgreichen Bemühungen seitens der HGV-Ortsgruppe Innichen, einen Shuttlebus vom Bahnhof Bozen bis nach Innichen bzw. Sexten zu organisieren, womit eine schnellere Verbindung von Rom ins Hochpustertal möglich geworden sei. Sie versprach, das Bemühen der Sextner auf die Umbenennung des Bahnhofes von Innichen in Bahnhof „Innichen-Sexten“ zu unterstützen.

Im Anschluss wurden Rosa Villgrater von der Talschlusshütte und Josef Stabinger für 50 Jahre Tätigkeit im Gastgewerbe geehrt.

HGV Pressedienst, Bozen

stol