Freitag, 15. Juli 2016

Hollande: „Frankreich von islamistischem Terrorismus bedroht“

Nach der tödlichen Attacke mit einem Lastwagen auf Passanten in Nizza hat Frankreichs Präsident François Hollande von einem terroristischen Charakter der Tat gesprochen. „Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen“, sagte Hollande am Freitagmorgen in Paris.

Francois Hollande
Francois Hollande - Foto: © APA/AFP

„Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht“, sagte der Staatschef. Deswegen sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden. Der seit den Anschlägen vom 13. November geltende Ausnahmezustand, den Hollande eigentlich am 26. Juli enden lassen wollte, soll um drei weitere Monate verlängert werden. Das Parlament solle darüber in der kommenden Woche entscheiden.

Der Fahrer des Lastwagens sei getötet worden, sagte Hollande. Bisher gebe es keine Hinweise auf Komplizen. Unter Toten seien auch Kinder.

Truppen im Irak und in Syrien werden verstärkt

Hollande kündigte eine Verstärkung der französischen Aktivitäten im Irak und in Syrien an. Dort fliegt Frankreich als Teil der internationalen Koalition Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Hollande, der für 9.00 Uhr eine Sitzung des für Sicherheit und Verteidigung zuständigen Kabinetts einberufen hat, will am Freitag mit Premierminister Manuel Valls zum Ort der Attacke nach Nizza fahren.

dpa

stol