Generalstaatsanwalt Abbas Jafari Dolatabadi bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte. Der Nachrichtenagentur ILNA sagte Dolatabadi, dies sei nicht seine, sondern eine Entscheidung der juristischen Abteilung für Kleriker gewesen.Schon seit Jahren dürfen iranische Medien laut einer juristischen Anordnung weder Nachrichten über Khatami noch Bilder von ihm veröffentlichen. Im vergangenen Jahr wurde ihm sogar untersagt, an einer Hochzeit teilzunehmen.Ahmeadinejad setzt ihn auf die schwarze ListeKhatami, der von 1997 bis 2005 Präsident war, hatte der Regierung von Mahmoud Ahmadinejad bei der Präsidentschaftswahl 2009 Manipulation vorgeworfen. Seitdem steht der wohl beliebteste Präsident der iranischen Geschichte auf einer schwarzen Liste.Der aktuelle Fall führte erneut zu einer Welle der Kritik im Iran. „Wie kann man denn einer respektvollen Person wie Khatami einen Theaterbesuch verbieten“, fragte der Abgeordnete Elias Hasrati. Irgendwann solle die Justiz ihre absurden Entscheidungen gegen Khatami auch mal erklären, sagte Hasrati laut Nachrichtenportal Borna.Gesetz ist ein „Witz“Präsident Hassan Rouhani und die Reformer haben das Verbot mehrmals scharf kritisiert. Rouhani bezeichnete es sogar als einen „Witz“ ohne gesetzliche Grundlage. Aber auch er konnte das Verbot nicht kippen. Fast alle Medien im Land halten sich aus Angst vor juristischen Konsequenzen an das Verbot.apa/dpa