Dienstag, 26. Juni 2018

Italien startet mit Operation „sichere Strände“

Italien will in diesem Sommer für sichere Strände sorgen. Der italienische Innenminister Matteo Salvini sagt Straßenhändlern, die auf den italienischen Stränden meist gefälschte Markenwaren anbieten, den Kampf an. Touristen, die Plagiatprodukte von Straßenhändlern kaufen, drohen saftige Strafen.

Speziell im Sommer sind hunderte Händler unterwegs, die unter sengender Hitze die Städte und Strände auf- und abspazieren, um ihre Waren feilzubieten.
Speziell im Sommer sind hunderte Händler unterwegs, die unter sengender Hitze die Städte und Strände auf- und abspazieren, um ihre Waren feilzubieten. - Foto: © shutterstock

Speziell im Sommer sind hunderte Händler unterwegs, die unter sengender Hitze die Städte und Strände auf- und abspazieren, um ihre Waren feilzubieten. Das Innenministerium will den Druck auf die Bürgermeister verschärfen, damit die lokale Polizei Straßenhändler von den Stränden der Badeorte fernhalte, heißt es in einem Dokument, an dem Salvini nach Medienangaben arbeitet.

Kontrollen auch an Produktionsstätten von Fälschungen 

Der Handel mit Plagiatprodukte in Italien generiert einen Umsatz von 22 Milliarden Euro, klagte der Handelsverband Coldiretti. Er schade nicht nur Unternehmen, die legal produzieren, sondern auch dem Staat, dem, 11,5 Milliarden Euro an Steuergeldern entgehen. Laut dem Plan des Innenministeriums sollen die Kontrollen in Neapel und im toskanischen Prato nahe Florenz verschärft werden, wo sich die Produktion gefälschter Waren konzentriert.

Als positives Beispiel orientiert sich Salvini an der Adria-Stadt Rimini, die aktiv das Problem des illegalen Handels mit Plagiatprodukten auf seinen Stränden in Angriff genommen hat. Mit täglichen Polizeikontrollen auf den Stränden sei das Problem ausgemerzt worden, berichtete der Bürgermeister Andrea Gnassi.

apa

stol