Mittwoch, 08. März 2017

Italien will verstärkt Armut bekämpfen

Der römische Senat will noch bis Ende dieser Woche ein Gesetzespaket mit Stützungsmaßnahmen für Einkommensschwache verabschieden.

Der römische Senat will noch bis Ende dieser Woche ein Gesetzespaket mit Stützungsmaßnahmen für Einkommensschwache verabschieden.
Der römische Senat will noch bis Ende dieser Woche ein Gesetzespaket mit Stützungsmaßnahmen für Einkommensschwache verabschieden. - Foto: © APA/DPA

Ein besonderes Augenmerk wird auf Familien mit minderjährigen Kindern sowie auf Arbeitnehmer über 55 Jahre gelegt, die ihre Stelle verloren haben. Die Regierungsgelder sollen in einen Sozialfonds fließen, der zum Teil auch mit EU-Beträgen finanziert werden soll.

„Mit diesen Maßnahmen kann man natürlich die Armut nicht ausmerzen, doch es ist eine erste Hilfe für Familien in Not“, betonten Experten im Arbeitsministerium, die den Plan entworfen haben.

Geld für die Peripherie

Zugleicht bemüht sich die italienische Regierung um benachteiligte Randbezirke in Großstädte. 500 Millionen Euro werden für 24 Projekte lockergemacht. Geplant ist unter anderem ein öffentlicher Fonds zur Förderung der Restaurierung von Wohngebäuden in Peripherie-Vierteln und die Installierung von Fotovoltaik-Anlagen zu besonders günstigen Konditionen für Eigentümer mit niedrigem Einkommen.

 Zur Finanzierung des mit 800 Millionen Euro dotierten Fonds will Premier Paolo Gentiloni auch auf EU-Mittel zurückgreifen.

Bessere Verkehrsanbindungen und Förderung der Bildung

Die Regierung will sich zudem um bessere öffentliche Verkehrsverbindungen zwischen den Stadtzentren und Peripherie bemühen.

Ein Programm zur Förderung der Bildung in problemreichen Stadtvierteln soll mit Bankenstiftungen gefördert werden. Auch Stipendien für Jugendliche sollen finanziert werden, um die soziale Ausgrenzung zu bekämpfen.

apa

stol