Sonntag, 28. Oktober 2018

Italiens Politik verursacht Nervosität

Das politische Klima in Italien verursacht nach Ansicht des italienischen Finanzministers die Verunsicherung an den Märkten. Grund für die Nervösität seien nicht die Fundamente der Wirtschaft oder die Zahlen im Haushalt, sondern die „politische Unsicherheit, wohin das Land geht“, sagte der parteilose Giovanni Tria am Samstagabend nach Angaben italienischer Nachrichtenagenturen.

Der italienische Finanzminister Giovanni Tria bezeichnet die politische Lage des Landes als unsicher.
Der italienische Finanzminister Giovanni Tria bezeichnet die politische Lage des Landes als unsicher. - Foto: © shutterstock

Gleichzeitig verteidigte er den Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, den die regierende Fünf-Sterne-Bewegung zuvor scharf angegriffen hatte.

Draghi hatte am Donnerstag unter anderem gesagt, wenn die Regierung in Rom die italienischen Banken schützen wolle, sollte sie ihren Ton gegenüber der EU mäßigen. Darauf griff Sterne-Chef und Vize-Premier Luigi Di Maio den italienischen EZB-Chef an. „Ich bin überrascht, dass ein Italiener die Atmosphäre auf diese Art und Weise weiter vergiftet.“

Tria ergriff nun Partei für Draghi. „Draghi hat (als Chef der Europäischen Zentralbank) die Wahrheit gesagt.“ Die Risikoaufschläge auf italienischen Staatsanleihen seien auf dem derzeit hohen Nivau „schädlich“.

dpa

stol