Donnerstag, 22. Februar 2018

Juncker befürchtet in Italien Turbulenzen: Gentiloni nicht besorgt

Der italienischer Premier Paolo Gentiloni hat auf Aussagen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude reagiert, der sich auf mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten nach der Parlamentswahl in Italien und dem SPD-Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag in Deutschland vorbereitet.

Paolo Gentiloni gibt sich von Jean-Claude Junckers Befürchtungen unbeeindruckt.
Paolo Gentiloni gibt sich von Jean-Claude Junckers Befürchtungen unbeeindruckt. - Foto: © LaPresse

„Die Wahlen in Italien sind kein Sprung ins Ungewisse“, versicherte Gentiloni laut Medienangaben vom Donnerstag.

„Italien wird eine funktionsfähige Regierung haben. Ich bin nicht besorgt, dass Italien nach den Wahlen in einen Abgrund stürzt. Ich werde Juncker diesbezüglich beim EU-Gipfeltreffen am Freitag beruhigen“, sagte Gentiloni.

Der populistische Movimento Cinque Stelle um den Starkomiker Beppe Grillo warf Juncker eine „gravierende Einmischung in Italiens interne Angelegenheiten“ vor. „Der Movimento Cinque Stelle wird Italien eine stabile, verantwortungsvolle und starke Regierung in Europa garantieren“, sagte die M5S-Parlamentarierin Laura Castelli.

Laut der Ex-Außenministerin Emma Bonino, Spitzenkandidatin der europafreundlichen Gruppierung „Mehr Europa“, ist das ungewisse Wahlergebnis in Italien auf das neue Wahlsystem zurückzuführen. „Das neue Wahlsystem – eine Mischung aus Proporz- und Mehrheitswahlrecht – erschwert die Bildung einer soliden Regierung“, sagte Bonino.

apa

stol