Freitag, 08. September 2017

Kampf gegen Radikalisierung: Italien weist Tunesier ab

Italien verschärft den Kampf gegen fundamentalistische Propaganda. Das Innenministerium in Rom hat am Freitag die Abschiebung eines 44-jährigen Tunesiers aus Sicherheitsgründen bekanntgegeben.

Foto: © LaPresse

Der illegal in Italien lebende Mann, der wegen Drogenhandels polizeibekannt ist, war wegen fundamentalistischer Propaganda in Mailand aufgefallen.

Der radikalisierte Tunesier wurde mit einem Direktflug von Mailand nach Tunis abgeschoben. Damit ist die Zahl der von Italien seit Anfang 2017 abgeschobenen mutmaßlichen Extremisten auf 73 gestiegen. Seit Jänner 2015 mussten 205 Ausländer aus Sicherheitsgründen Italien verlassen.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani drängte indes zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit innerhalb der Polizeisysteme im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. „Man kann Terrorismus und Kriege ohne eine globale Zusammenarbeit nicht bekämpfen“, sagte Tajani in einer Ansprache bei der Konferenz der G-7-Parlamentspräsidenten in Rom, die dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus gewidmet ist.

apa

stol