Donnerstag, 09. April 2015

Kenia-Anschlag: Zahl der Opfer auf mindestens 152 gestiegen

Eine Woche nach dem Terrorangriff auf die Universität von Garissa im Osten Kenias ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 152 gestiegen.

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Bei den meisten Opfern handelte es sich um Studenten. „Die Zahl könnte weiter steigen, da noch nicht alle Studenten gefunden und nicht alle Leichen identifiziert wurden“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Mwenda Njoka, am Donnerstag.

Zuvor hatte die Regierung lange von 147 Toten gesprochen. Jedoch gebe es noch immer Familien, die ihre Söhne und Töchter als vermisst gemeldet hätten, hieß es. In sozialen Netzwerken kursierten Gerüchte, wonach die Zahl der Opfer noch viel höher sein könnte. „Laut einem Dozenten der Universität Garissa sollen mindestens 317 Studenten tot sein. Die Regierung lügt“, berichtete der kenianische Blogger Robert Alai im Kurznachrichtendienst Twitter.

Am Mittwoch hatten Professoren der Hochschule die Befürchtungen bestätigt und Medienberichten zufolge erklärt, 166 Studenten würden derzeit noch vermisst. „Wir befürchten, dass sie von Al-Shabaab gekidnappt wurden“, sagte ein Sprecher der Universität. Die somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab hatte sich zu dem Terrorakt bekannt. Die Gruppe fordert den Abzug kenianischer Truppen aus Somalia.

apa/dpa

stol