Freitag, 20. Oktober 2017

„Konstruktive Atmosphäre“ in Berlin bei Jamaika-Sondierungsgesprächen

CDU, CSU, FDP und Grüne haben sich in ihren ersten Gesprächen über ein Jamaika-Bündnis in großer Runde bemüht, eine gemeinsame Basis für weitere Verhandlungen zu finden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen während einer Pause der Sondierungsgespräche.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen während einer Pause der Sondierungsgespräche. - Foto: © APA/AFP

Es sei guter Wille spürbar, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Freitagabend etwa zwei Stunden nach Beginn der Beratungen in Berlin aus Teilnehmerkreisen. In der Runde der mehr als 50 Unterhändler aller Seiten herrsche eine offene, konstruktive und konzentrierte Atmosphäre. Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel übernahm demnach erwartungsgemäß die Leitung der Sitzung.

Wie angekündigt ging die Runde die zwölf Themenblöcke für die Sondierungen in einer Art Generalaussprache durch. Nach etwa zwei Stunden sei man beim Bereich fünf „Bildung, Forschung, Innovation, Digitales, Medien“ angelangt. Gegen 19.00 Uhr hatten die Verhandler den Austausch über Punkt sechs „Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege und Soziales“ abgeschlossen. Anschließend gab es eine Unterbrechung für ein Abendessen.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schrieb bei Twitter: „Inhaltlich & kulinarisch gut vorbereitet kann's auch gern mal etwas länger gehen... #Nervennahrung #Sondierungen“.

Als erstes hatten die Verhandler am Abend über Finanzen, den Haushalt und die Steuerpolitik gesprochen, gefolgt von den Themen Europa, Klima, Energie, Umwelt sowie Flucht, Asyl, Migration und Integration. Details zu Inhalten wurden zunächst nicht bekannt.

Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer sowie die Chefs von FDP und Grünen, Christian Lindner und Cem Özdemir, hatten zu Beginn der Beratungen Eingangsstatements abgegeben.

dpa

stol