Dienstag, 19. September 2017

Kroatische Werbung mit US-First Lady sorgt für Aufsehen

Eine Sprachschule in Kroatien darf keine Werbung mit der US-First Lady mehr machen.

Melania Trump ließ die Werbung stoppen. - Foto: APA
Melania Trump ließ die Werbung stoppen. - Foto: APA

Vor ein paar Tagen tauchten in Zagreb Plakatwände mit einem Foto von Melania Trump und dem Werbeslogan "Stellen Sie sich mal vor, wie weit man kommen kann - mit ein bisschen Englisch". Nun soll damit Schluss sein: die First Lady verlangte laut Medien, dass die Plakate binnen 24 Stunden entfernt werden.

Melania nicht begeistert

Der aus Slowenien stammenden Präsidentengattin soll die provokative Werbekampagne gar nicht gefallen haben, berichtete der kroatische Privatsender RTL. Ihre Anwälte drohten mit einer Klage und verlangten, dass die Plakate umgehend entfernt werden. Die Werbungen waren in Zagreb an mehreren Stellen zu sehen.

"Die kroatischen Regeln sind klar: Niemand darf das Gesicht oder das Foto einer Person für Marketingzwecke verwenden, ohne deren Zustimmung zu haben", betonte die slowenische Anwältin Natasa Pirc Musar, die Melania Trump vertritt. Auch in dem slowenischen Heimatland der First Lady hatte die Anwältin bereits eingegriffen, nachdem Produkte mit Melanias Namen bzw. ihrem Bild auftauchten.

Werbeidee sollte ironisch sein

Die Werbeidee, mit der das Amerikanische Institut in Zagreb für seine Sprachkurse warb, wurde laut Beobachtern eher ironisch wahrgenommen. Denn die 47-Jährige First Lady fiel doch bereits mehrmals wegen ihres starken Akzents auf.

Botschaft sollte nicht beleidigend sein

Die Autoren der Kampagne äußerten sich nach der Reaktion von Melania Trump laut RTL zunächst nicht. Noch vor ein paar Tagen hatte man sich noch mit der Idee gerühmt: "Die Botschaft bezieht sich auf eine Person, die es mit wenig Sprachkenntnissen zu einer der mächtigsten Personen auf dem Planeten geschafft hat", sagte die Autorin Ivis Buric der Tageszeitung "Vecernji list" und betonte, dass die Botschaft keineswegs beleidigend sei.

Der PR-Experte Bozo Skoko widersprach dem: Die Botschaft verachte das Image, das sich die Gattin des US-Präsidenten Donald Trump mühsam in der US-amerikanischen Öffentlichkeit aufgebaut hat, sagte er auf RTL.

apa

stol