Montag, 02. April 2018

Küstenwache soll Rettungsaktion verhindert haben

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen” MSF kritisiert die libysche Küstenwache. Diese hätte ihr Schiff „Aquarius” daran gehindert, in Seenot geratene Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten, berichtete MSF in einer Presseaussendung. „Libyen ist kein sicherer Ort. Flüchtlinge dürften auf keinen Fall dorthin zurückgeführt werden”, schrieb MSF.

Flüchtlinge im Mittelmmeer.
Flüchtlinge im Mittelmmeer. - Foto: © APA/AFP

Die Besatzung des Schiffs hatte ein Schlauchboot mit mehreren Flüchtlingen an Bord lokalisiert. Die libysche Küstenwache habe die „Aquarius” jedoch daran gehindert, sich dem Schlauchboot zu nähern. Erst nach langwierigen Verhandlungen mit den Libyern konnte MSF 39 Migranten, vor allem schwangere Frauen und Minderjährige, an Bord nehmen. Die anderen Flüchtlinge wurden von der libyschen Küstenwache nach Libyen gebracht, berichtete MSF.

Die Organisation appellierte an die europäischen Regierungen, der Sicherheit der Flüchtlinge Priorität einzuräumen, statt Strategien zur Eingrenzung der Flüchtlingsabfahrten nach Europa zu bevorzugen. Libyen sei kein sicherer Ort.

apa

stol