Montag, 29. Mai 2017

Maaßen: Terrorgefahr in Europa auf steigendem Niveau

Bei einem Verfassungsschutz-Symposium in Berlin warnte der Präsident des deutschen Verfassungsschutzes Hans- Georg Maaßen am Montag vor einer stärker werdenden Bedrohung islamistischer Anschläge in Europa und fordert einen volleren Werkzeugkasten im Kampf gegen den Terror.

Der Terror in Europa ist weiter auf dem Vormarsch, warnt der deutsche Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Montag.
Der Terror in Europa ist weiter auf dem Vormarsch, warnt der deutsche Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Montag. - Foto: © LaPresse

Europa ist in den vergangenen Monaten und Jahren zum Ziel zahlreicher islamistischer Anschläge geworden. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Attentäter am Ende eines Popkonzerts in Manchester einen Sprengsatz gezündet und 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

„Gefahr werde eher noch zunehmen“

Maaßen sagte am Montag, dass die Gefahr durch islamistische Anschläge auf hohem Niveau bleibe und eher noch zunehmen werde.

Die Terrormiliz IS sei in Syrien und im Irak zwar auf dem Rückzug, habe aber nach wie vor den Willen und die Kraft zu Anschlägen in Europa. Auch Deutschland sei in der Priorität des IS nach oben gerückt. Maaßen mahnte, auch Al-Kaida könnte versuchen, seinen Reputationsverlust durch neue, spektakuläre Anschläge wettzumachen, so Maaßen weiter.

Terrorismus ist heute auf vielen Ebenen aktiv

„Heute haben wir es mit einem anderen Terrorismus zu tun.“ Es gebe zahlreiche Tätertypen und Terror-Szenarien. Auch neue Radikalisierungswege über soziale Netzwerke, Internet-Blogs und Messenger-Dienste seien eine Herausforderung. Bei den Sicherheitsbehörden gebe es angesichts der neuen Bedrohungen „Ertüchtigungsbedarf“, betonte er. 

Maaßen forderte einen volleren Werkzeugkasten im Kampf gegen den Terror.

dpa

stol