Donnerstag, 11. Mai 2017

Macron-Partei präsentiert Kandidatenliste für Parlamentswahl

Die politische Gruppierung des künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron will am Donnerstag ihre Liste mit Kandidaten für die Parlamentswahl im Juni vorstellen. „En Marche!“ nennt sich selbst inzwischen eine Partei und will für alle 577 Wahlkreise Kandidaten präsentieren.

Die politische Gruppierung des künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron will am Donnerstag ihre Liste mit Kandidaten für die Parlamentswahl im Juni vorstellen.
Die politische Gruppierung des künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron will am Donnerstag ihre Liste mit Kandidaten für die Parlamentswahl im Juni vorstellen. - Foto: © APA/AFP

Macron hatte angekündigt, jeweils zur Hälfte Frauen und Anwärter zu berücksichtigen, die nicht aus der Politik kommen. Der Mitte-Links-Politiker strebt eine Parlamentsmehrheit an, um als Präsident regieren zu können. Bisher ist „En Marche!“ überhaupt nicht in der Nationalversammlung vertreten.

Am Sonntag wird Macron als jüngster Präsident aller Zeiten das Amt von Vorgänger Francois Hollande übernehmen. Es wird erwartet, dass Macron dann sehr rasch eine neue Regierung bilden wird.

Valls würde für „En Marche!“ kandidieren

Wer Premierminister wird, ist bisher offen. Im Gespräch sind unter anderen der konservative Edouard Philippe (46), die liberale Europaabgeordnete Sylvie Goulard (52) oder der Generalsekretär von „En Marche!“, Richard Ferrand (54).

Manuel Valls, ehemals Premierminister unter Hollande, hatte angekündigt, als Abgeordneter für „En Marche!“ kandidieren zu wollen. Doch die Polit-Newcomer weigern sich bisher, Valls in ihre Reihen aufzunehmen. Der 54-Jährige erfülle nicht die Bedingungen, hieß es am Mittwoch.

Die Regierung des sozialistischen Premiers Bernard Cazeneuve trat am Mittwochabend zurück und bleibt auf Wunsch Hollandes geschäftsführend im Amt. Der Verfassungsrat hatte zuvor das offizielle Wahlergebnis mitgeteilt, wonach Macron die zweite Runde der Präsidentenwahl am vergangenen Sonntag mit zwei Dritteln (66,1 Prozent) deutlich gewann. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen erreichte 33,9 Prozent.

apa/dpa

stol