Freitag, 26. Mai 2017

Macron und May wollen Internetkonzerne in Antiterrorkampf einbinden

Nach dem Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern wollen Frankreich und Großbritannien Internetkonzerne beim Antiterrorkampf in die Pflicht nehmen. Die Unternehmen hätten ihren Teil der Verantwortlichkeit, vor allem beim Verbreiten von jihadistischer Propaganda.

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Archivbild - Foto: © shutterstock

Das verlautete aus Elyseekreisen nach einem etwa einstündigen Treffen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britischen Premierministerin Theresa May am Freitag kurz vor Beginn des G-7-Gipfels in Taormina (Sizilien/Italien).

Macron sagte May Unterstützung im Anit-Terrorkampf zu. Sein Land werde „alles tun, was wir können“, um die europäische Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror zu verbessern, sagte der französische Präsident. Macron sagte auch bilaterale Hilfe zu.

Der Kampf gegen den Terrorismus sollte auch eines der Themen des Gipfels der sieben großen Industriestaaten (G-7) sein. Vier Tage nach dem Anschlag nach einem Popkonzert in Manchester soll May die Diskussion darüber im Kreis der G-7 leiten. Die Regierungschefin reist mit Verweis auf die prekäre Sicherheitslage in ihrem Land bereits vorzeitig wieder aus Italien ab. Der Gipfel endet offiziell am Samstagnachmittag.

„Diese Ereignisse zeigen uns, warum es so wichtig ist, beim Kampf gegen den Terror zusammenzuarbeiten“, sagte May bei der Begegnung mit Macron.

Die EU sei in den Verhandlungen mit London über den Brexit geeint, hieß es weiter. Frankreich und Großbritannien, die beide Vetomächte in UNO-Sicherheitsrat sind, würden jedoch ihren engen Bande in der wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und diplomatischen Zusammenarbeit weiter pflegen.

apa

stol