Mittwoch, 13. Juni 2018

Mazedonien und Griechenland einigen sich

Der Dauerstreit zwischen Griechenland und Mazedonien um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik ist beigelegt. Damit ist der Weg frei für einen Betritt Mazedoniens in Europäische Union und Nato.

Alexis Tsipras und Zoran Zaev legten einen langen Streit bei.
Alexis Tsipras und Zoran Zaev legten einen langen Streit bei. - Foto: © APA/AFP

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras erklärte am Dienstag, das Land werde künftig Republik Nord-Mazedonien heißen. Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev sagte, die Einigung mit Griechenland sichere seinem Land den Beitritt zu EU und Nato.

"Wir glauben, dass die EU auf ihrem Gipfel am 28. Juni entscheiden wird, Mitgliedsverhandlungen mit Mazedonien aufzunehmen. Und wir glauben, dass dass wir beim Nato-Gipfel am 12. Juli die Einladung bekommen werden, das 30. Mitglied des Bündnisses zu werden."

Die Republik Mazedonien liegt nördlich der gleichnamigen Region in Griechenland. Der Streit hat die Beziehungen zwischen den Führungen in Athen und Skopje spätestens seit 1991 belastet, als sich die Republik Mazedonien von dem zerfallenden Jugoslawien unabhängig erklärte.

Die Mazedonier müssen der nun getroffenen Vereinbarung noch in einem Referendum zustimmen. Auch die Parlamente in Mazedonien und Griechenland müssen die Übereinkunft ratifizieren. Tsipras erklärte, er werde die Abgeordneten aber erst dazu auffordern, wenn Mazedonien seine Auflagen erfüllt habe.

reuters/stol

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