Donnerstag, 12. November 2015

Merkel: Flüchtlingsprobleme durch EU-Afrika-Gipfel nicht gelöst

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sieht den EU-Migrationsgipfel mit afrikanischen Staaten lediglich als ersten wichtigen Schritt bei der Zusammenarbeit beider Kontinente. „Das war hier der Startpunkt eines längeren Prozesses“, sagte Merkel am Donnerstag nach den Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs und Vertretern von 35 afrikanischen Staaten in Valletta/Malta.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beim EU-Afrika-Gipfel in La Valletta.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beim EU-Afrika-Gipfel in La Valletta. - Foto: © APA/AFP

„Viele fragen mich: Ist mit diesem Gipfel schon das Problem gelöst? Nein. Aber es ist begonnen worden, es systematisch zu lösen“, betonte Merkel. „Es liegt auch noch sehr viel Arbeit vor uns.“

Europäer und Afrikaner hatten bei dem Treffen in Valletta eine engere Zusammenarbeit vereinbart, damit sich weniger Afrikaner über das Mittelmeer auf den Weg in die EU machen. Zur besseren finanziellen Unterstützung afrikanischer Länder hat die EU einen milliardenschweren Hilfsfonds eingerichtet.

„Es geht darum, illegale Migration zu bekämpfen“, betonte Merkel. „Das kann einerseits in den afrikanischen Staaten selbst stattfinden durch bessere Regierungsführung (...), durch wirtschaftliches Wachstum und Perspektiven für die jungen Menschen.“ Die EU helfe hier, zum Beispiel durch den Fonds. Aber Deutschland helfe auch bilateral – etwa mit Programmen zur Ausbildung junger Leute.

„Unsere Zukunft liegt in der Legalität des Austausches und nicht in der Finanzierung von Schmugglern und Schleppern“, sagte die deutsche Kanzlerin.

dpa

stol