Dienstag, 08. März 2016

Mikl-Leitner in CNN: „Was tut der Rest der Welt?“

Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat der internationalen Gemeinschaft vorgeworfen, Europa in der Flüchtlingskrise allein zu lassen.

Johanna Mikl-Leitner meint: Auch der Rest der Welt kann helfen.
Johanna Mikl-Leitner meint: Auch der Rest der Welt kann helfen. - Foto: © APA

„Europa hat im letzten Jahr viel gemacht und über eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Ich frage mich, was tut der Rest der Welt?“ sagte Mikl-Leitner in einem am Montagabend ausgestrahlten Interview mit dem US-Fernsehsender CNN.

„Der Rest der Welt kann auch helfen, etwa mit humanitärer Hilfe“, betonte die Innenministerin laut der englischen CNN-Übersetzung. Mikl-Leitner bekräftigte ihr Eintreten für eine „europäische Lösung“ in der Flüchtlingskrise, verteidigte aber auch die umstrittenen Grenzschließungen auf der Balkanroute.

Bilder von Idomeni seien „schrecklich“

Die Bilder vom Flüchtlingselend an der griechisch-mazedonischen Grenze seien „schrecklich“, räumte die ÖVP-Politikerin. Schuld an diesen Bildern seien aber „diejenigen, die an einer Politik der offenen Arme festhalten“ und damit falsche Erwartungen bei den Flüchtlingen wecken. „Wir können nicht alle hereinlassen, wir müssen auch Menschen zurückschicken“.

apa

stol