Mittwoch, 29. April 2015

Minus bei Nächtigungen

Kürzlich fand im Raiffeisensaal Konrad von Rodank die 48. Vollversammlung des Tourismusvereins Rodeneck statt.

Im Sommer ist Rodeneck ein Wanderparadies.
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Im Sommer ist Rodeneck ein Wanderparadies.

Präsidentin Marlene Steinmann Kranebitter konnte dazu mehrere Ehrengäste begrüßen: Bürgermeister Klaus Faller, den Direktor der Raiffeisenkasse Eisacktal Dr. Karl Leitner mit dem Filialleiter Rodeneck Alex Ladurner, den Präsidenten der Almenregion Gitschberg Jochtal Franz Stolz und den Direktor Florian Mair sowie Dr. Georg Lun, Direktor Wirtschaftsforschungsinstitut Bozen. 

Im letzten Tourismusjahr 2014 verzeichnet Rodeneck, auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation auf dem italienischen Markt und des schlechten Wetters im Sommer, ein Minus bei den Nächtigungen von 4,49 %, das sind ca. 4.000 Übernachtungen weniger als 2013. Weiters ist die Anzahl der Ankünfte um 2,81 % zurückgegangen.

Die meisten Nächtigungen waren im Juli und im August zu verzeichnen, der Hauptanteil der Gäste kommt nach wie vor aus Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 5,1 Tage und liegt somit über dem Landesdurchschnitt von 4,7 Tagen.

Die vielfältige Tätigkeit setzt sich auch im Jahr 2015 fort, wobei besonderes Augenmerk auf die Mobilität gelegt wird. Neben der bereits seit einigen Jahren bestehenden Sommerbuslinie auf die Rodenecker-Lüsner Alm, wurde in diesem Winter erstmals auch der Winterbusdienst angeboten, der sich großer Beliebtheit erfreute.

Verschiedene Wanderwege im Dorf werden durch Themen aufgewertet. Der Weg von der Spritzenhütte nach Vill, die „Grüne Gasse“, ein Naturerlebnisweg, wird in diesem Sommer in Zusammenarbeit mit der Gemeine umgesetzt. Als Ganzjahreswanderweg dient er sowohl Einheimischen als auch Feriengästen.

Im Rahmen der Almencard finden wöchentlich die Bienenwanderungen und ein Erlebnisnachmittag am Bauernhof für Kinder statt.

In Zusammenarbeit mit der Bäuerinnenorganisation, der Bauernjugend, dem HGV und der Musikkapelle Rodeneck wird an drei Abenden im August und September das Ronegga Platzlfescht organisiert, ein Gemeinschaftsprojekt, das sicher für Begeisterung bei Alt & Jung sorgen wird.

Zwei Ausstellungen werden organisiert:

Bäuerliche Familien in aller Welt im Pfarrsaal (August/September)

Naturparks in Südtirol – Schauen&Sehen im Juni und Juli

Weiters sind ein Konzert der Musikkapelle Rodeneck, ein Schlosskonzert und das 12. Tonzfeschtl im Oktober in Planung.

Die Zusammenarbeit mit Gitschberg Jochtal im Bereich Marketing wird weiter intensiviert.

Bürgermeister Klaus Faller, beglückwünschte den Ausschuss für die vielfältigen Tätigkeiten auch zum Wohle der Dorfgemeinschaft und wünscht, trotz negativer Nächtigungszahlen, ein gutes Tourismusjahr 2015. Jeder soll sich auf seine Stärken konzentrieren und dabei versuchen, das Maximale herauszuholen. Die Gemeinde legt dazu die Rahmenbedingungen fest wie GIS-Senkung, Ausbau des Glasfasernetzes, Wegeinstandhaltung, usw.

Dr. Karl Leitner verwies auf die momentan sehr guten Konditionen auf dem Kapitalmarkt und ermunterte die Anwesenden zu investieren.

Franz Stolz berichtete über die vielfältigen Tätigkeiten in der Almenregion und er freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit im Bereich Marketing, Almencard, usw. Auch er ermuntert die Betriebe zu investieren, nur so können die Nächtigungen wieder gesteigert werden.

Dr. Georg Lun vom Wirtschaftsforschungsinstitut in Bozen sprach über:

„Wirtschaftsstandort Südtirol: Wohin geht die Reise?“

Das sehr interessante Referat zeigte einmal mehr auf, wo die Stärken und Schwächen von Rodeneck liegen und wo der Trend hingeht.

Abschließend bedankte sich die Präsidentin bei allen Anwesenden für die Mitarbeit und die tolle Zusammenarbeit, wünschte einen guten Saisonausklang und eine erfolgreiche Sommersaison 2015.

stol