Freitag, 13. Juli 2018

Mit Motorrad gestürzt: Land muss zahlen

Ein Gerichtsurteil ließ aufhorchen: Weil ein Motorradfahrer gestürzt ist, muss das Land Südtirol in die Tasche greifen.

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Ein Urlauber war auf seinem Motorrad in Südtirol unterwegs, als er die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor, stürzte und sich dabei verletzte. In der Folge klagten der Urlauber sowie seine Krankenversicherung, vertreten durch die Bozner Rechtsanwaltskanzlei Wenter & Gabrieli, auf Schadenersatz. 

An der Unfallstellte hatte sich ein Ölfilm am Straßenbelag befunden, weil tags zuvor ein Lkw umgekippt war. Die Aufräumarbeiten waren zwar erledigt worden, aber eine leichte Spur war laut Urteil zurückgeblieben. Auch habe sich zum Zeitpunkt des Unfalls kein Warnschild dort befunden. Dieses sei lediglich am Tag zuvor aufgestellt worden. 

Weil das Land als Verwahrer der Straßen für deren Sicherheit sorgen muss, mussten der Verunglückte und dessen Krankenversicherung  entschädigt werden, so das Urteil. Das Land habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Die Haftung des Landes für den Unfall sei indiskutabel, heißt es in dem Urteil. Der Argumentation von Rechtsanwalt Markus Wenter wurde gefolgt. Er argumentierte, dass die Straßenmeisterei nicht ordnungsgemäß für die Säuberung des Straßenbelags Sorge getragen habe. 

Das Land Südtirol wurde dazu verurteilt, den Urlauber aus Deutschland mit 20.000 Euro zu entschädigen. Zudem mussten an seine Krankenversicherung 7700 Euro bezahlt werden. 

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Markus Wenter

Dantestraße 20/B

39100 Bozen

Tel. 0471 980199

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www.wenter.it

stol