Dienstag, 21. November 2017

Mittelschüler schnuppern in die Berufswelt

Was will ich werden, wenn ich einmal groß bin? Handwerkern und Gastronomen über die Schultern schauen hieß es kürzlich für die Mittelschüler in St. Martin in Passeier. Bei Betriebsbesuchen erhielten die Jugendlichen Berufsinformationen aus erster Hand - und konnten selbst mit Hand anlegen.

Schüler testen das Bäckerhandwerk.- Foto: lvh
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Schüler testen das Bäckerhandwerk.- Foto: lvh

Welche innovativen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten das Handwerk bietet, schilderte zunächst die lvh-Mitarbeiterin Hannelore Schwabl. Sie erklärte den Schülern den Vorteil einer dualen Ausbildung und besprach die Teilnahme von 22 Südtiroler Jugendlichen bei der Weltmeisterschaft der Berufe, die kürzlich in Abu Dhabi stattfand.

Tischlern ist viel mehr als tischlern

Anschließend besuchten die Schüler die Bäckerei Kofler und die Tischlereigenossenschaft Passeier – beides Traditionsbetriebe im Passeiertal. Die Tischlerei wird von acht Mitgliedern geführt und beschäftigt rund 27 Mitarbeiter. Dort konnten die wissbegierigen Jugendlichen gleich mehrere Sparten des Handwerks kennenlernen: Sie erfuhren Details über die Wichtigkeit eines guten Verkaufsgespräches mit dem Kunden, erhielten einen Einblick in die komplexe Welt der 3D-Darstellung und der Anfertigung von technischen Zeichnungen.
Neben dem Beraten und Planen ist auch das Bestellen der richtigen Materialen eine wichtige Komponente, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. So bestaunten die Schüler das hauseigene Holzlager, wo einige Grundhölzer aufbewahrt werden. Natürlich konnten sie auch die Arbeit am Holz selbst miterleben: in der Werkstatt wurden die Fräse, die Furnierbeschicht- und Schleifmaschine in Gang gebracht.

Auch in der Bäckerei gab es wider Erwarten einiges an Technik und Maschinen zu sehen. Außerdem erfuhren die Schüler dabei, wie sorgfältig und genau gearbeitet werden muss, um ein qualitativ hochwertiges Produkt im Verkauf anbieten zu können – was besonders in einem zentralen Ort wie St. Martin ein Muss ist.

Oder doch das Gastgewerbe?

Die Vorteile einer Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe wurden von Anna Ludwig von der Hoteliers- und Gastwirtejugend erörtert. Mit einer Ausbildung im Gastgewerbe steht den Schülern das Tor zur Welt offen. Neben Freundlichkeit und Offenheit sollte man vor allem auch Teamgeist mitbringen. Egal, ob als Koch, Servicefachkraft oder Hotelsekretärin – im Hotel- und Gastgewerbe arbeitet man immer in einem Team.
Die Arbeit ist abwechslungsreich und man ist ständig im Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern. Je nach Ausbildungsweg kann zwischen der Hotelfachschule, der Berufsfachschule oder einer Lehre entschieden werden.
Den Jugendlichen wurde eine Broschüre überreicht, aus der sie die Kontaktdaten der gastgewerblichen Schulen in Südtirol, die unterschiedlichen Ausbildungswege und weitere nützliche Informationen entnehmen können.

Am Nachmittag besichtigten rund 40 interessierte Schüler das Sport & Wellness Resort Quellenhof in St. Martin in Passeier. Im Rahmen der Besichtigung konnten sich die Jugendlichen einen Einblick in die Welt der Gastronomie verschaffen und die Berufsbilder in der Praxis näher kennenlernen.

stol

stol