Dienstag, 03. März 2015

Moskau und Kiew einigten sich auf Gaslieferungen bis Ende März

Russland und die Ukraine haben ihren Gasstreit vorerst beigelegt.

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Nach fast fünfstündigen Verhandlungen unter Vermittlung der EU zurrten die beiden Länder am Montagabend ein Abkommen über die Verlängerung der Gaslieferungen bis Ende März fest.

Der für die Energie zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, erklärte nach der Einigung am Montag, er sei „zufrieden“ mit dem Deal. So sei eine „vollständige Umsetzung“ der Winterlieferungen für die Ukraine und damit auch die Versorgungssicherheit der EU erreicht worden, erklärte er. Über die Sommerlieferungen werde noch im März erneut verhandelt.

Die Verhandlungspartner, darunter die Energieminister der beiden Länder, verabredeten demnach aber auch, die Gasversorgung für die Konfliktregionen Donezk und Luhansk (Lugansk) zunächst aus den Gesprächen herauszulassen. Diese Angelegenheit sei „hochkomplex“ und berge „rechtliche, technische und politische“ Probleme.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini begrüßte die Einigung, die vor dem Hintergrund höchst angespannter Beziehungen zwischen Moskau und Kiew angesichts der Ukraine-Krise zustande kam. Von dem Gasstreit ist immer auch die EU betroffen, da ein beträchtlicher Teil des verbrauchten Gases aus Russland durch die Ukraine strömt.

apa/afp/dpa

stol