Sonntag, 21. Juni 2015

Nach Amokfahrt – Aufregung im Internet wegen Strache-Reaktion

Aufregung herrschte am Wochenende auf diversen Social Media-Kanälen wegen eines – mittlerweile geänderten – Facebook-Postings vom Chef der rechtspopulistischen Österreichischen FPÖ, Chef Heinz-Christian Strache. Ihm wird von zahlreichen Usern vorgeworfen, die Amokfahrt mit drei Toten und dutzenden Verletzten für politische Zwecke zu missbrauchen.

Nicht zum ersten Mal sorgte FPÖ-Chef Strache mit ausländerfeindlichen Aussagen auf seiner Facebookseite für Aufregung.
Nicht zum ersten Mal sorgte FPÖ-Chef Strache mit ausländerfeindlichen Aussagen auf seiner Facebookseite für Aufregung. - Foto: © APA/EPA

„Wahnsinnstat in Graz! Der Täter ist aus Bosnien. Ein religiös begründetes Attentat wird nicht ausgeschlossen!“, soll Strache laut im Netz kursierenden Screenshots gepostet haben. Heftige Diskussionen zwischen Strache-Fans und -Kritikern auf dessen Facebook-Seite waren die Folge.

 

 

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Dieser, inzwischen abgeänderte, Facebookpost von FPÖ Chef Strache war Anstoß für den Shitstorm in den sozialen Medien. Quelle: derstandart.at, Facebook

 

Empört war auch SK Sturm-Spieler Marko Stankovic, der in dem Posting „eine grundsätzliche Abneigung gegenüber Leuten mit ausländischer Herkunft“ ortete, wie er dem FPÖ-Chef schrieb: „Schämen Sie sich, Herr Strache, schämen Sie sich!!!“

Fühlt sich diffamiert: Strache über "linke" Medien

Strache selbst rechtfertigte sich damit, lediglich Medienberichte wiedergegeben zu haben: „Achtung! Wer die Kronen Zeitung und deren Berichte zitiert, sich darauf beruft oder diese postet, wird von linken Medien bzw. meinen Gegnern als 'Hetzer' beschimpft oder diffamiert“, meinte er am Sonntag via Facebook.

Die Polizei hatte Samstagnachmittag betont, dass bei der Tat „kein Zusammenhang mit Fanatismen“ bestehe und es sich um „eine Psychose mit Ausgang im Familienleben“ handle.

apa

stol