Samstag, 28. Mai 2016

Nahe Idomeni entsteht ein neues improvisiertes Flüchtlingslager

Nur wenige Kilometer vom nordgriechischen Grenzort Idomeni entfernt lassen sich Flüchtlinge und Migranten erneut in einem improvisierten Lager nieder.

Wegen der unzumutbaren Zustände und aus Angst vor irregulären Grenzübertritten wurde das Flüchtlingslager von Idomeni (im Bild) kürzlich geräumt. - Archivbild.
Wegen der unzumutbaren Zustände und aus Angst vor irregulären Grenzübertritten wurde das Flüchtlingslager von Idomeni (im Bild) kürzlich geräumt. - Archivbild. - Foto: © LaPresse

Die ehemaligen Bewohner des Lagers Idomeni zögen eine Art Plateau im Freien den staatlichen Unterkünften in ausrangierten Industriegebäuden und Kasernen vor, berichtete die Athener Tageszeitung „Kathimerini“ am Samstag.

Viele der Lagerbewohner hatten sich bereits vor einer Woche bei der Ankündigung der Räumung aus Idomeni davongemacht, um nicht in staatliche Aufnahmelager gebracht zu werden.

Weniger als die Hälfte in reguläre Lager umgesiedelt

Bei der Räumung seien lediglich 3700 der rund 8500 Migranten umgesiedelt worden, die sich zuletzt in Idomeni aufgehalten hätten. Tausende Verschwundene tauchten nun an anderen Stellen wieder auf, heißt es in dem Bericht.

Die Flüchtlinge und Migranten im Lager von Idomeni hatten bis zuletzt gehofft, dass sich die Grenze nach Mazedonien doch noch öffnen könne. Viele wollen sich aus diesem Grund weiterhin in Grenznähe aufhalten. Die staatlichen Auffanglager hingegen liegen häufig weiter weg im Landesinneren; zudem stehen sie in der Kritik, keine guten Lebensbedingungen zu bieten.

dpa

stol