Samstag, 02. Juni 2018

NATO plant neue Eingreiftruppe von 30.000 Soldaten

Die NATO will nach Informationen der deutschen Zeitung „Welt am Sonntag” für den Fall eines Angriffes aus Russland ihre Reaktionsfähigkeit verbessern und weiter aufrüsten. Das Bündnis plane, einen neuen Bereitschafts-Pool von rund 30.000 Soldaten aufzubauen, die innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit sein solle.

Panzertransporte sollen in Zukunft einfacher sein. - Foto: APA (dpa-Zentralbild)
Panzertransporte sollen in Zukunft einfacher sein. - Foto: APA (dpa-Zentralbild)

Sie würden laut Planung mit mehreren hundert Kampfflugzeugen und Schiffen ausgerüstet, berichtet das Blatt unter Berufung auf ranghohe NATO-Diplomaten. Die neue Eingreiftruppe solle zusätzlich zur bestehenden NATO-Reaktionsstreitmacht NRF aufgebaut werden, die derzeit rund 20.000 Soldaten umfasst.

Die NATO-Verteidigungsminister würden in der kommenden Woche bei ihrem Treffen in Brüssel darüber beraten. Die NATO-Staats- und Regierungschefs sollen laut „Welt am Sonntag” bei ihrem Gipfeltreffen Mitte Juli eine entsprechende politische Erklärung verabschieden.

Panzertransporte leicht gemacht

Die Initiative für die neue Eingreiftruppe ging dem Bericht zufolge in den vergangenen Monaten von den USA aus.

Wie die Zeitung weiter berichtet, will die NATO künftig auch die militärische Mobilität verbessern, um schweres Gerät wie Panzer schneller zum Einsatzort transportieren zu können. Dafür seien Verbesserungen in der Infrastruktur notwendig, aber auch der Abbau administrativer Hürden und beschleunigte politische Entscheidungen.

apa/ag.

stol