Montag, 08. Mai 2017

Neue Tragödie im Mittelmeer: 200 Tote befürchtet

Bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer könnten wieder rund 200 Menschen ertrunken sein.

Foto: © APA/AFP

Wie der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Montag sagte, seien bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer wieder rund 200 Menschen ertrunken.

113 Migranten werden laut Aussage eines Überlebenden nach einem Schiffbruch vor der libyschen Küste vermisst. Sieben Menschen hätten das Unglück überlebt.

Die Nachrichtenagentur ANSA berichtete von einem weiteren Schiffbruch, bei dem nach Aussagen von Geretteten 80 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Die Staatsanwaltschaft in Ragusa untersuche, ob sich die Tragödie in libyschen oder internationalen Gewässern abgespielt habe, berichtete ANSA. 

Zwischen Freitag und Sonntag wurden laut IOM in verschiedenen Rettungseinsätzen mehr als 6.600 Menschen aus dem Mittelmeer geborgen.

In diesem Jahr kamen bereits mehr als 1000 Menschen auf ihrer Flucht nach Europa ums Leben.

 apa/dpa

stol