Freitag, 21. August 2015

Nordkorea versetzt Grenztruppen in volle Kampfbereitschaft

Nach zunehmenden Spannungen mit Südkorea hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un die Grenztruppen des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Nordkoreanische Truppen.
Nordkoreanische Truppen. - Foto: © LaPresse

Die Armee-Einheiten sollen auf Befehl Kims von Freitagnachmittag (Ortszeit) an in einen „Quasi-Kriegszustand“ eintreten, berichteten die Staatsmedien. Das kommunistische Regime in Pjöngjang drohte mit einem Angriff auf südkoreanische Stellungen.

Am Donnerstag war es nach südkoreanischen Angaben zu einem Schusswechsel zwischen Artillerieeinheiten beider Länder an der Grenze gekommen. Das Regime in Nordkorea hat in der Vergangenheit schon mehrmals den Kriegszustand ausgerufen.

Drohung an Südkorea und USA

Auch droht es Südkorea sowie dessen Verbündeten USA regelmäßig mit Militärschlägen. Mit der jetzigen Ankündigung reagiert Nordkorea auf die Wiederaufnahme der Propagandasendungen an der Grenze durch Südkoreas Streitkräfte.

Die Kommandanten der Volksarmee seien zu den Truppen an der Frontlinie geschickt worden, um die „Werkzeuge der psychologischen Kriegsführung zu zerstören“, falls Südkorea innerhalb von 48 Stunden seine Propaganda an der Grenze nicht einstelle, hieß es in Pjöngjang. Die Truppen sollten vollständig kampfbereit sein, um „Überraschungsoperationen unternehmen zu können“.

apa/dpa

stol