Sonntag, 27. September 2015

Oberösterreich wählt mitten in der Flüchtlingskrise

1,1 Mio. Oberösterreicher sind heute, Sonntag, aufgerufen, den Landtag, die Gemeinderäte und die Bürgermeister in den 442 Städten und Gemeinden zu wählen. Mitten in der Flüchtlingskrise erwarten die Meinungsforscher große Zugewinne für die FPÖ zulasten von ÖVP und SPÖ.

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Mit großem Interesse wird der Urnengang in Wien verfolgt, wo in zwei Wochen gewählt wird.

Als nicht gefährdet gilt in Oberösterreich der erste Platz der ÖVP, den sie 2009 auf 46,8 Prozent ausgebaut hatte. Fraglich ist jedoch, ob die seit 2003 regierende schwarz-grüne Koalition fortgesetzt werden kann. Dafür müssten die Grünen ihren Regierungssitz halten.

2009 gelang ihnen dies knapp mit 9,2 Prozent. Die FPÖ kann mit kräftigen Zuwächsen zu ihren 15,3 Prozent rechnen – und damit dem zweiten Platz. Um dessen Erhalt kämpft die SPÖ, der aber Verluste gegenüber den 24,9 Prozent des Jahres 2009 drohen. Erstmals treten überdies die NEOS an, am Stimmzettel stehen außerdem noch KPÖ und die Christliche Partei.

Mit Spannung erwartet werden auch die Ergebnisse der Kommunalwahlen. In Wels könnte die FPÖ der SPÖ den Bürgermeister abnehmen, in Linz stellt sich das amtierende SPÖ-Stadtoberhaupt erstmals zur Wahl. Die ersten Wahllokale öffnen um 6.00 Uhr, die letzten schließen um 16.00 Uhr. Mit den Ergebnissen ist laut Wahlbehörde frühestens ab 20 Uhr für die Landtagswahl und eine halbe Stunde später für die Kommunalwahlen zu rechnen.

apa

stol