Sonntag, 30. August 2015

Österreich verschärft Fahndung nach Schleppern an der Grenze

Nach dem Fund von 71 vermutlich erstickten Flüchtlingen in einem Lkw in Österreich will die Regierung an der Grenze gründlicher nach Schleppern fahnden.

In diesem Lkw fand die österreichische Polizei 26 Flüchtlinge.Um dem vorzubeugen, werden die Kontrollen verschärft.
In diesem Lkw fand die österreichische Polizei 26 Flüchtlinge.Um dem vorzubeugen, werden die Kontrollen verschärft. - Foto: © APA/EPA

An allen wesentlichen Grenzübergängen im Osten werden Fahrzeuge mit möglichen Verstecken für Asylsuchende bis auf weiteres angehalten und kontrolliert, sagte die konservative Innenministerium Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag. Die Maßnahmen seien mit Bayern, Ungarn und der Slowakei abgestimmt.

Es sei mit mehr Verkehr und Staus zu rechnen. „Um Menschenleben zu retten und die Schlepperkriminalität wirksam zu bekämpfen, müssen temporäre Verkehrsbehinderungen in Kauf genommen werden“, sagte Mikl-Leitner.

Zudem soll die Polizeipräsenz in Ostösterreich verstärkt werden. Die Behörden rechnen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen. Daher sollten unter anderem Beamte aus den benachbarten Bundesländern Steiermark und Kärnten im Burgenland an der Grenze zu Ungarn eingesetzt werden.

dpa

stol